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Nancy Muschall
Assistentin Methoden- und Entwicklungsgruppen
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Technische Ausstattung

Magstim Rapid2 TMS

Die transkranielle Magnetstimulation (TMS) ist ein Verfahren, bei dem ein Stromimpuls von ca. 5000 Ampère für etwa eine halbe Mikrosenkunde durch ein gut isoliertes, spulenförmig gewundenes Kabel geleitet werden. Dieser kreisartige Stromfluß baut ein Magnetfeld von ca. 3 Telsa auf, was der bei MRT-Untersuchungen eingesetzten Feldstärke entspricht. Nervenzellen werden durch diese extrem starken magnetischen Schwankungen (von 0 auf 3 Tesla und wieder zurück zu 0 innerhalb von weniger als 1 Mikrosekunde) dazu angeregt, ihrerseits Impulse zu erzeugen. Wenn man diese Spule, die relativ klein und leicht ist, an den Kopf des Probanden hält, senden die Nervenzellen, die unmittelbar unterhalb der Auflagestelle liegen, bei jedem TMS-Impuls (i.d.R. 1 pro Sekunde) synchrone Signale. Da dieses gleichzeitige Feuern ganzer Nervenverbände funktionell sinnlos ist, wird die geordnete Informationsverarbeitung in diesem Gehirnteil für den Bruchteil einer Sekunde gestört. Somit kann man "virtuelle Läsionen" setzen, d.h. man simuliert einen Ausfall dieses Gehirnteiles ohne den Probanden zu gefährden. Mit einer gut durchdachten Versuchsanordnung mit richtigem Timing der TMS-Impulse kann man beweisen, ob der anvisierte Bereich des Gehirnes für eine bestimmte Denkaufgabe wichtig ist, da man sich eine Leistungsverschlechterung unter TMS erwarten würde. Um eine optimale Zielgenauigkeit bei der transkraniellen Magnetstimulation zu gewährleisten, werden zuvor gewonnene (funktionelle) MRT-Aufnahmen zur sogenannten Neuronavigation benutzt. Ein Computer vergleicht dabei die Aufnahmen des Gehirn mit dem Kopf des Probanden erleichtert somit eine sehr präzise Positionierung der Spule am Kopf, über dem interessierenden Hirnteil.

Magnetfeldstärke:
0,5 - 3,5 Tesla

Maximale Wiederholungsrate:
50 Hz bei 30% maximaler Geräteleistung
30 Hz bei 50%
18 Hz bei 80%
15 Hz bei 100%

Bei unseren Experimenten kommen überwiegen Stimulationen von 1Hz zum Einsatz, gelegentlich auch kurze Pulsserien von 10Hz. Dauer eines Einzelimpulses: 400µs

 
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