Leitender Wissenschaftler

Prof. Dr. Arno Villringer
Prof. Dr. Arno Villringer
Direktor
Telefon: +49 341 9940-2220
Fax: +49 341 9940-2221

Abteilung Neurologie

Mind-Body-Emotion, Hypertension & Stress

Die „Mind-Body-Emotion-Gruppe” der Abteilung für Neurologie erforscht das Zusammenspiel von Gehirn und restlichem Körper während der emotionalen Verarbeitung – mit einem besonderen Schwerpunkt potenzieller Einflüsse auf die kardio- und zerebrovaskuläre Gesundheit.

Für die „Leipziger Studie für Mind-Body-Emotion Interaktionen“ (LEMON) werden gesunde Studienteilnehmer psychometrisch charakterisiert – bezüglich kognitiver Kapazitäten und emotionaler oder Stress-Reaktivität. In aufgabenfreien Messungen aber auch während der Durchführung spezieller Aufgaben wird das zentrale Nervensystem mittels struktureller und funktioneller Bildgebung umfassend erhoben (DWI, f/MRI, EEG). Gleichzeitig wird die Aktivität im autonomen Nervensystem aufgenommen (EKG and Puls, Atmung, Blutdruck) und endokrine Marker in Blut und Haar werden ausgewertet. LEMON umfasst damit einen gemeinsamen Messstandard, auf den individuelle Projekte über diverse Aspekte emotionaler Verarbeitung in modularer Form aufbauen.

Gaebler Babayan Reinelt

Reihe 1 von Links: Janis Reinelt, Anne-Christin Rohner (Medizin Studentin), H. Lina Schaare, Dorothee Poelchen (Praktikantin), Maria Voss (Praktikantin)
Reihe 2 von Links: Dr. Michael Gaebler, Miray Erbey, Deniz Kumral, Josefin Röbbig, Prof. Dr. Arno Villringer
Reihe 3 von Links: Dr. Anahit Babayan, Andrea Reiter

Dr. Anahit Babayan 
Als Koordinatorin des LEMON Projekts bin ich verantwortlich für das Management des gesamten Projekts einschließlich Teilnehmerrekrutierung, Organisation der Datenerhebungen und Datenspeicherung, das Einstellen und Supervidieren von studentischen Hilfskräften und Praktikanten sowie die Organisation von Testmaterialien.

Miray Erbey 
Meine Forschung beschäftigt sich mit dem “Positivity Bias”, der die selektiv verstärkte Aufmerksamkeit und Gedächtnisleistung für positive Reize beschreibt. Ich erforsche dabei altersbezogene Unterschiede in dieser Aufmerksamkeit für positive Reize sowie die zugrundeliegenden Mechanismen in Temperament, sozialen Bedingungen, Kognition und Gehirn.

Deniz Kumral 
Nach meinem Bachelorstudium in Psychologie absolvierte ich anschließend den Master in Social, Cognitive and Affective Neuroscience an der Freien Universität in Berlin. Für mein PhD Projekt interessiere ich mich für die Auswirkung von perseverativer Kognition (z.B. wiederkehrendes Sorgen oder Grübeln) und anhaltendem Stress auf die Gesundheit des Herz-Kreislaufsystems und des Gehirns, sowie die Bewertung dieser Einflussfaktoren.

Dr. Michael Gaebler 
Ich bin Kognitionswissenschaftler und biologischer Psychologe, der die Interaktion von Hirn, Psyche und Körper erforscht. Besonders interessieren mich Emotionen und Gefühle oder subjektives Empfinden.

Janis Reinelt 
Ich bin Arzt und interessiere mich für den zeitlichen Verlauf von Stress und der Erholung davon. Durch die umfassende Erforschung seiner neuronalen, physiologischen, endokrinen und subjektiven Komponenten, hoffe ich, ein besseres Verständnis davon zu erlangen, was die individuelle Widerstandsfähigkeit gegenüber Stress ausmacht. Stress involviert Psyche und Körper, weshalb ich ihn als entscheidendes Bindeglied zwischen diesen beiden (oft künstlich getrennten) Bereichen psychosomatischer Gesundheit sehe.

Andrea Reiter 
Ich bin Psychologin und interessiere mich dafür, wie Menschen ihr Verhalten an Umweltbedingungen anpassen. Besonders spannend finde ich die Frage, was passiert, wenn Menschen die Kontrolle über ihr Verhalten verlieren. Durch Experimente teste ich in diesem Kontext Entscheidungsverhalten und neuronale Korrelate, mit einem Fokus auf psychiatrische Erkrankungen und deren Risikofaktoren. Methodisch nutze ich dafür computationale Lernmodelle, auch in Kombination mit fMRT und EEG.

Josefin Röbbig 
Als Psychologin beschäftige ich mich mit den Auswirkungen gesunder und ungesunder Emotionsregulation der Emotion Ärger auf psychisches Wohlbefinden und physische Gesundheit. Zudem untersuche ich die neuronale Repräsentation habitueller Emotionsregulation (d.h., trait Emotionsregulation) im Alltag unter der Verwendung von resting state functional connectivity (RSFC fMRI) Analysemethoden.

H. Lina Schaare 
Im Rahmen meiner Doktorarbeit versuche ich die Mechanismen zu untersuchen, die dazu führen könnten, dass Menschen an Bluthochdruck erkranken. Um die Ganzheitlichkeit von Körper und Geist zu erfassen, kombiniere ich während meiner Experimente zeitgleich physiologische (z.B. kontinuierliche Blutdruckmessung und EKG), psychologische (z.B. Verhaltensexperimente und Fragebögen) und neurowissenschaftliche (z.B. „resting state“- /fMRT und MRT) Methoden.

Marie Uhlig
Ich interessiere mich für Stress, da dieser die Möglichkeit bietet, das Zusammenspiel mentaler und körperlicher Prozesse zu beobachten. Als Biologin beschäftige ich mich hierbei besonders mit dem Zusammenhang zwischen der evolutionär adaptiven, kurzfristigen Stressreaktion und pathologischen Auswirkungen der dauerhaften Aktivierung dieses Systems. In meiner Doktorarbeit möchte ich daher die Verbindung zwischen akutem und chronischem Stress herstellen. Anhand von subjektiven und körperlichen Maßen versuche ich, Wendepunkte im Verlauf der Stressreaktion ausmachen zu können, um das Zusammenspiel positiver und negativer Auswirkungen von Stress nachzuvollziehen.

Prof. Dr. Arno Villringer 
Ich bin Neurologe mit dem Schwerpunktthema Schlaganfall. Ich verfolge die Hypothese, dass die Art und Weise, wie wir mit Emotionen und Stressoren umgehen, eine zentrale Rolle sowohl in der Entstehung eines Schlaganfalls wie auch für die Funktions-Erholung nach einem Schlaganfall spielt. Aus Erkenntnissen dieser Arbeitsgruppe verspreche ich mir deswegen neue Ansätze für Schlaganfall-Prävention und -Rehabilitation.

 
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