Leitender Wissenschaftler

PD Dr. med. Bernhard Sehm
PD Dr. med. Bernhard Sehm
Gruppenleiter
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Abteilung Neurologie

Neuroplastizität und motorische Erholung

Das menschliche Gehirn besitzt die immanente Fähigkeit, sich durch funktionelle und strukturelle Reorganisation neuen Bedingungen anzupassen. Diese Eigenschaft bildet die neurobiologische Grundlage von Lernprozessen bei Gesunden, aber auch einer Funktionserholung bei Patienten mit neurologischen Erkrankungen. Die übergeordnete Fragestellung unserer Forschung ist: Lassen sich neuroplastische Prozesse nutzen, um eine Verbesserung (senso-)motorischer Defizite im Rahmen neurologischer Erkrankungen zu erreichen?

In einem translationalen Ansatz untersuchen wir grundlegende Mechanismen von Neuroplastizität sensomotorischer Funktionen bei gesunden Probanden und deren Modulation im Rahmen neurologischer Erkrankungen wie Schlaganfall und M. Parkinson. Unterschiedliche Trainings- und Lerninterventionen werden genutzt und deren Effekt mit nicht-invasiven bildgebenden Verfahren (funktionelle und strukturelle MRT, EEG) charakterisiert. Einen besonderen Schwerpunkt bildet die Untersuchung neurophysiologischer Mechanismen von plastizitätsinduzierenden nicht-invasiven Hirnstimulationsverfahren wie der transkraniellen Gleichstromstimulation (tDCS) und der transkraniellen Wechselstromstimulation (tACS). Dafür werden nicht-invasive Hirnbildgebung und nicht-invasive Hirnstimulationsverfahren sowohl einzeln als auch in Kombination angewendet.

Wir kooperieren eng mit der Tagesklinik für Kognitive Neurologie der Universität Leipzig und deren Sprechstunde für Schlaganfallrehabilitation. Zur Einschätzung klinischer Defizite bei Patienten nutzen wir eine umfassende neuropsychologische und sensomotorische Testbatterie, sowie eine robotergestützte Untersuchung von sensomotorischen Funktionen der oberen Extremität mit einem Exoskeleton-Roboter.

An einer Studienteilnahme interessierte Patienten können sich jederzeit gerne über die Sprechstunde an uns wenden oder melden sich bei Anne Kathrin Franz (Tel: 0341 9940 2209, E-Mail: ) am Max Planck Institut.

 
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