7-Tesla-Magnetresonanz-Tomograph MAGNETOM™ Terra.X
Im März 2019 wurde am Institut ein neuer Tomograph (MAGNETOM Terra; Hersteller: Siemens Healthineers) in Betrieb genommen, dessen Magnet ein Feld von 7 Tesla (7 T) produziert – das ist etwa 140.000 Mal so stark wie das Erdmagnetfeld. Er ersetzte unseren 7T-Tomographen der ersten Generation (MAGNETOM 7T), der über 12 Betriebsjahre hinweg in zahlreichen Magnetresonanz-Tomographie-(MRT-) Studien neue Einblicke in die Struktur und Funktion des menschlichen Gehirns erlaubt hat. Im April 2024 wurde ein Upgrade (MAGNETOM Terra.X) mit moderner Elektronik und Betriebssoftware sowie einer verbesserten Gradientenleistung vorgenommen. Wie bei allen MRT-Magneten des Instituts wird das statische Magnetfeld mit einer supraleitenden Spule aus Niob-Titan-Legierung erzeugt, die ständig auf eine Temperatur von 4,2 Grad Kelvin über dem absoluten Nullpunkt gekühlt wird (entspricht –269 °C). Der Magnet ist etwa 2,70 Meter lang und wiegt (nach Installation) etwa 25 Tonnen. Die Öffnung des Patiententunnels hat einen Innendurchmesser von 60 cm. Der Magnet ist aktiv abgeschirmt, wurde aber dennoch in der bereits vorhandenen Eisenkabine mit Abmessungen von 10 × 5,70 × 5,70 Metern und einem Gewicht von 362 Tonnen installiert, da ein Rückbau zu aufwändig gewesen wäre. Insgesamt wird das magnetische Streufeld außerhalb der Abschirmung so effizient reduziert, dass die 0,5 Millitesla-Konturlinie vollständig innerhalb der Abschirmkabine verläuft.
Der Tomograph verfügt über eine leistungsfähige Gradienteneinheit zur Ortskodierung der Signale, die entlang jeder beliebigen Raumachse bis zu 135 Millitesla pro Meter innerhalb von 0,54 Millisekunden erzeugen kann. Die Resonanzfrequenz beträgt bei Experimenten mit Wasserstoffatomkernen („Protonen“) 298 Megahertz. Neben Wasserstoff können auch andere biologisch bedeutsamen stabile Atomkerne (z. B. C-13, Na-23, P-31) untersucht werden. Zum Senden stehen bis zu 16 parallele Hochfrequenz-(HF-) Kanäle mit jeweils 2 Kilowatt Leistung zur Verfügung. Empfangsseitig ist die Anlage mit 64 HF-Kanälen ausgerüstet. Als weitere Besonderheit ist eine Kopfspule NeuroCam™ 7T (Hersteller: Skope Magnetic Resonance Technologies) vorhanden. Sie kann die volle Zahl der vorhandenen HF-Kanäle ausnutzen und verfügt zudem über eine integrierte Magnetfeldkamera, mit der Feldfluktuationen während der Messung aufgezeichnet und während der Bildrekonstruktion korrigiert werden können.