Pressemeldungen

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Sprache, Einfühlungsvermögen, Aufmerksamkeit – so unterschiedlich diese Fähigkeiten auch sein mögen,  eine Hirnregion ist eingebunden in all diese Prozesse: Der Lobus parietalis inferior, kurz IPL. Dennoch war bislang unklar, welche Rolle er bei diesen zutiefst menschlichen Fähigkeiten genau spielt. WissenschaftlerInnen am Max-Planck-Institut für Kognitions- und Neurowissenschaften haben nun gezeigt, der IPL kommt dann zum Einsatz, wenn wir unsere Umgebung deuten müssen. mehr

Bislang hat er sich viel mit Stammzellen und Zebrafischen beschäftigt, jetzt widmet er sich Neuronen und dem Gehirn: Nico Scherf, Leiter der neugegründeten Methodengruppe „Neuronale Datenwissenschaft und statistisches Rechnen“ am MPI CBS. Viele Grundprinzipien der Embryonalentwicklung dieser Tiere, da ist sich Scherf sicher, spiegeln sich auch in komplexen Strukturen wie dem Gehirn wider. „Solche Selbstorganisationen von einfach bis komplex zu verstehen, interessiert mich sehr.“ Ein Gespräch über regelmäßige Muster in der Natur, die Kommunikation von Ameisen und den Zugang zu immer größeren Datenmengen. mehr

Gebärdensprachen greifen im Gehirn auf ähnliche Strukturen zu wie Lautsprachen. Dennoch war es bislang schwierig, die Hirnregionen zu identifizieren, die beide Sprachen gleichermaßen verarbeiten. Wissenschaftler des Max-Planck-Instituts für Kognitions- und Neurowissenschaften (MPI CBS) haben nun herausgefunden, auch in der Gebärdensprache ist es das Broca-Areal in der linken Hirnhälfte die entscheidende Hirnregion. Sie hatte sich bereits für Lautsprachen als zentraler Knotenpunkt herausgestellt. Damit zeigt sich: Das Gehirn ist generell darauf spezialisiert, sprachliche Informationen zu verarbeiten. Ob diese dabei gesprochen oder gebärdet wird, scheint von untergeordneter Bedeutung. mehr

Über die neue Internetplattform „Kinder schaffen Wissen“ können Kinder von zu Hause aus online an Studien des Max-Planck-Instituts für Kognitions- und Neurowissenschaften und zahlreicher weiterer Institutionen teilnehmen. mehr

Empathie und die Perspektive des anderen einnehmen können – zwei Fähigkeiten, durch die wir verstehen, was im Kopf des anderen vor sich geht. Obwohl beide Begriffe ständig im Umlauf sind, ist noch immer unklar, was sie genau beschreiben und was beide Fertigkeiten ausmacht. Eine neue Studie zeigt: Es ist nicht eine konkrete Kompetenz, die uns dazu befähigt, uns in eine andere Person hineinzuversetzen. Es sind viele Einzelfaktoren, die sich je nach Situation unterscheiden. mehr

Frauen erleiden häufiger einen Schlaganfall. Gleichzeitig werden ihnen häufiger Antidepressiva verschrieben. Bei einigen dieser Medikamenten ging man bislang davon aus, dass sie auch die Rehabilitation nach einem Schlaganfall unterstützen. In bisherigen Studien dazu wurden jedoch hauptsächlich Männer getestet, obwohl es geschlechtsspezifische Unterschiede bei der Wirkung der Medikamente gibt. Eine aktuelle Studie hat nun untersucht, wie bei Frauen das Gehirn auf die Kombination aus motorischem Lernen und der Einnahme eines gängigen Antidepressivums reagiert. Im Gegensatz zu früheren Studien verbesserte sich ihr motorischen Lernen nicht. mehr

Um einen Stuhl oder einen Hund als solchen zu erkennen, zerlegt das Gehirn ihn in einzelne Eigenschaften und setzt ihn anschließend wieder zusammen. Bislang war jedoch unklar, um welche Eigenschaften es sich dabei handelt. Wissenschaftler des Max-Planck-Instituts für Kognitions- und Neurowissenschaften in Leipzig haben diese nun identifiziert – von „bunt“ und „flauschig“ bis „wertvoll“ – und stellen fest: Es braucht lediglich 49 Merkmale, anhand derer wir beinahe jedes Ding erkennen. mehr

Neurowissenschaftler betrachten das Gehirn als ein Gebilde, das aus zwei grundlegenden Gewebetypen zusammengesetzt ist. Die graue Substanz besteht aus Milliarden von Neuronen, welche eine dünne Schicht auf der Hirnoberfläche bilden. Diese neuronalen Zellen sind durch millionenfache Verbindungen, die gebündelt tiefer im Gehirn verlaufen und die weiße Substanz bilden, in einem verschachtelten Netzwerk zusammengeschaltet. Bis vor kurzem war über die Grenzfläche zwischen der weißen und der grauen Substanz - der so genannten „oberflächlichen weißen Substanz“ - noch nicht viel bekannt. Frühere Untersuchungen hatten jedoch darauf hingedeutet, dass schwerwiegende Krankheiten wie Alzheimer und Autismus mit dieser Region verknüpft sind. Nun ist es einem multidisziplinären Team unter der Leitung von Nikolaus Weiskopf vom Max-Planck-Institut für Kognitions- und Neurowissenschaften gelungen, die oberflächliche weiße Substanz im lebenden menschlichen Gehirn sichtbar zu machen. mehr

Jedes Netzwerk hat seinen Platz im Gehirn. Bislang war jedoch unklar, warum ein Netzwerk sich dort befindet, wo es sich befindet. Wissenschaftler des Max-Planck-Instituts für Kognitions- und Neurowissenschaften (MPI CBS) und des Forschungszentrums Jülich (FZJ) haben nun zwei Hauptachsen definiert, von "hinten" nach "vorn" und von "oben" nach "unten". mehr

Wie repräsentiert das Gehirn unser Wissen über die Welt, sodass wir es flexibel nutzen können, um unbekannte Situationen zu interpretieren oder auf Zusammenhänge zu schließen, die wir nie direkt erlebt haben? Ein Mittel, konzeptuelles Wissen zu organisieren, wäre eine Art interne Landkarte, in der sich verschiedene Merkmale in einer Art Koordinatensystem aufspannen.  Ob ein unbekanntes Tier fliegen kann, lässt sich dann aus der Nähe zu bekannten Lebewesen ableiten. Die Karte muss dabei dynamisch auf die Merkmale angepasst werden, die gerade für das jeweilige Konzept wichtig sind. Eine aktuelle Studie zeigt, dass der Hippocampus diese Kartierungsfunktion enthält  - und damit zwischen konzeptionell-relevanten und insgesamt vorhandenen Merkmalen unterscheiden kann. mehr

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