Pressemeldungen

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Menschen denken in vielen Dimensionen gleichzeitig

Wenn wir unsere Augen öffnen, dann fällt es uns ganz leicht, die verschiedene Objekte, Menschen und Tiere um uns herum zu sehen. Bisher war die weitreichende Forschungsmeinung, dass ein ganz wesentliches Ziel unserer Wahrnehmung ist, Objekte zu erkennen und verschiedenen Kategorien zuzuordnen – zum Beispiel, ob dieses Objekt vor uns ein Hund ist und ob ein Hund zur Kategorie der Tiere zählt. Forschende vom Max-Planck-Institut für Kognitions- und Neurowissenschaften in Leipzig und der Justus-Liebig-Universität Gießen in Zusammenarbeit mit den National Institutes of Health in den USA konnte nun zeigen, dass dieses Bild unvollständig ist. In einer aktuellen Studie im Fachjournal Nature Human Behaviour schreiben sie, dass sich die Hirnaktivität beim Sehen von Objekten viel besser mit einer Vielzahl verhaltensrelevanter Dimensionen erklären lässt.

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Geschlechtsunterschiede im Gehirn? Komplexer als gedacht!

Dass Männer im Durchschnitt größere Gehirne haben als Frauen, ist in den Neurowissenschaften weithin bekannt. Wie sich das Gehirn zwischen Geschlechtern jedoch funktionell unterscheidet, ist weniger gut verstanden.
Ausgehend von der Prämisse, dass die Gehirnstruktur die Funktion unterstützt, untersuchten Bianca Serio und Sofie Valk vom MPI CBS in Leipzig und dem Forschungszentrum Jülich, ob Geschlechtsunterschiede in der funktionellen Organisation des Gehirns auf Unterschiede in der Gehirngröße, der Mikrostruktur und den Abstand der funktionellen Verbindungen entlang der kortikalen Oberfläche zurückzuführen sind. Ihre Ergebnisse, die kürzlich in der Zeitschrift Nature Communications veröffentlicht wurden, legen nahe, dass die Geschlechtsunterschiede in der funktionellen Organisation des Gehirns eher kleine Unterschiede in den Netzwerken und den Verbindungen dazwischen widerspiegeln. In einer zweiten Studie in Nature Communications konnte Svenja Küchenhoff aus dem Team von Sofie Valk zeigen, inwieweit Sexualhormone Einfluss auf die Struktur des Gehirns nehmen.

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Wie anpassungsfähig an psychosozialen Stress ist das Gehirn von Jugendlichen?

Psychische Erkrankungen treten oft das erste Mal während der Pubertät und im jungen Erwachsenenalter auf. Denn während sich das Gehirn von Jugendlichen entwickelt, findet ein ausgeprägter Umbau von kognitiven Netzwerken statt. Auf der einen Seite fördert dieser Umbau die Reifung komplexerer Denkfunktionen und die Fähigkeit, sich in das soziale Umfeld einzufügen. Auf der anderen Seite ist diese Entwicklungsphase möglicherweise mit einer höheren Instabilität und Anfälligkeit für negative Umwelteinflüsse verbunden, welche die mentale Gesundheit von Jugendlichen beeinflussen können. In einer aktuellen Studie im Journal Nature Communications haben Meike Hettwer und Sofie Valk vom Max-Planck-Institut für Kognitions- und Neurowissenschaften in Leipzig und dem Forschungszentrum Jülich untersucht, wie sich Umweltrisikofaktoren – also zum Beispiel traumatische Erlebnisse und dysfunktionale familiäre Situationen – auf die mentale Gesundheit von 14- bis 24-Jährigen auswirken, und wie sich die Anfälligkeit gegenüber diesen Faktoren innerhalb einer Person mit der Zeit verändern kann.
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Otto-Hahn-Medaille für Rachel Zsido und Markus Frey

Die Max-Planck-Gesellschaft ehrt jedes Jahr junge WissenschaftlerInnen mit der Otto-Hahn-Medaille für herausragende wissenschaftliche Leistungen. In diesem Jahr erhielten Rachel Zsido aus der Abteilung Neurologie und Markus Frey aus der Abteilung Psychologie vom Max-Planck-Institut für Kognitions- und Neurowissenschaften (MPI CBS) zwei der begehrten Auszeichnungen. Hier beantworten sie im Kurzinterview drei Fragen zu ihrer Forschung. mehr

Messung von Metallkonzentrationen in Zellen zur Früherkennung von Parkinson

Wissenschaftler*innen um Malte Brammerloh und Evgeniya Kirilina vom MPI CBS in Leipzig beschreiben in der Zeitschrift „Physical Review X“ eine neue Technik zur Messung der magnetischen Eigenschaften von Metallen in Zellen. Die Methode bietet ein leistungsfähiges Werkzeug, um zu untersuchen, wie die Ansammlung von Metallen in Zellen zu bestimmten Krankheiten wie Parkinson und Alzheimer beiträgt.
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Verbindungen im Schimpansengehirn sichtbar gemacht

Die Frage, wie sich das menschliche Gehirn im Laufe der Evolution entwickelt hat, kann womöglich nur durch Vergleiche mit unseren nächsten lebenden Verwandten, den Schimpansen, beantwortet werden. Eine frei zugängliche Karte aus hochauflösenden MRT-Daten, die zum ersten Mal die umfassende Gehirnstruktur von Schimpansen zeigt, haben Forschende vom Max-Planck-Institut für Kognitions- und Neurowissenschaften nun gemeinsam mit Kolleg*innen vom Max-Planck-Institut für Evolutionäre Anthropologie und dem Alfred-Wegener-Institut, Helmholtz-Zentrum für Polar- und Meeresforschung, in einer Studie in der Zeitschrift „Nature Methods“ vorgestellt.
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Globale Taskforce von Forschenden untersucht Universum der Gefühle

Gefühle oder Emotionen sind in den Neurowissenschaften bisher nur wenig systematisch dargestellt worden. Die bekanntesten Theorien dazu, warum Gefühle unser Gehirn wesentlich beeinflussen bzw. wie sie entstehen, wurden Ende der 1970er Jahre vorgelegt. Das Human Affectome Projekt hat nun ein umfassendes und integriertes Modell für Emotionen und Gefühle vorgestellt, das als gemeinsames Konzept für die Affektforschung dienen soll. Zusammen mit über 170 Forscher*innen aus mehr als 20 Ländern berichten Matthias Schroeter und sein Team vom MPI CBS im Journal "Neuroscience & Biobehavioral Reviews" u.a. darüber, welche Hirnregionen an sozialen Gefühlen beteiligt sind.
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„Offene Willkommenskultur essentiell für die Wissenschaft“

Ministerpräsident Kretschmer zu Besuch am MPI CBS
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Wie unser Gehirn Handlungsoptionen abwägt

In den meisten Entscheidungssituationen müssen wir gut vorausplanen – denn, wie wertvoll eine bestimmte Option für uns ist, verändert sich häufig mit der Zeit. Wie gelingt es unserem Gehirn, in solchen Situationen gute Vorhersagen zu treffen und die beste Option für die Zukunft auszuwählen? Dieser Frage gingen Alexander Nitsch und Christian Doeller vom Max-Planck-Institut für Kognitions- und Neurowissenschaften (MPI CBS) zusammen mit Nicolas Schuck vom Max-Planck-Institut für Bildungsforschung in ihrer aktuell in Nature Communications veröffentlichten Studie nach.
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Erlernen einer Zweitsprache verändert Gehirnverbindungen

Wissenschaftler*innen des Max-Planck-Instituts für Kognitions- und Neurowissenschaften in Leipzig haben faszinierende Erkenntnisse darüber gewonnen, wie sich das Gehirn verändert, wenn Erwachsene eine neue Sprache lernen. Sie haben dafür ein umfangreiches Intensivprogramm zum Erlernen der deutschen Sprache für syrische Flüchtlinge organisiert und den Lernfortschritt im Gehirn der Teilnehmenden mithilfe hochauflösender Magnetresonanztomographie (MRT) analysiert. Die Forschenden enthüllten dynamische Veränderungen in den Verbindungen zwischen den Regionen der Sprachverarbeitung, die es den Lernenden ermöglichen, in der neuen Sprache zu kommunizieren und zu denken.
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