Minerva-Fast-Track-Forschungsgruppe Neuronale Codes der Intelligenz

Menschliche Intelligenz umfasst Eigenschaften, die im Vergleich zu anderen Spezies oder künstlicher Intelligenz außergewöhnlich sind. Ein Markenzeichen menschlicher Intelligenz ist die Fähigkeit, schnell von unvollständiger oder doppeldeutiger Information in der Umwelt zu lernen und Schlussfolgerungen zu treffen, die über direkt Erlebtes hinausgehen. Im Vergleich zu künstlicher Intelligenz können Menschen relativ gut abstrakte Zusammenhänge vergleichen und somit Wissen aus einem Bereich in einem anderen Gebiet anwenden – ein Schlüssel zu kreativen Lösungen und wissenschaftlichem Fortschritt. Was sind die Verarbeitungsprinzipien des menschlichen Gehirns, die dieser Schlussfolgerungsfähigkeit zugrunde liegen?

Ziel unserer Forschungsgruppe ist es, Einblicke in die neuronalen Kodierprinzipien zu gewinnen, die zentralen Aspekten menschlicher Intelligenz unterliegen. Dabei interessiert uns insbesondere, wie das Gehirn konzeptionelles Wissen über verschiedene Erfahrungen hinweg extrahiert und repräsentiert, und wie diese Repräsentationen zum Lernen, Schlussfolgern und Lösen neuer Probleme genutzt werden. Um diese Fragen zu untersuchen, kombinieren wir kognitive Maße, Verhaltensparadigmen und nicht-invasive, bildgebende Verfahren wie die funktionelle Magnetresonanztomographie (fMRT). Ein besseres Verständnis davon wie Informationsverarbeitung im menschlichen Gehirn intelligentes Verhalten unterstützt und unsere kognitiven Fähigkeiten prägt, könnte möglicherweise relevante Erkenntnisse für den Bildungsbereich oder die Entwicklung künstlicher Intelligenz bieten.

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