Brain-Computer-Interface (BCI)-basierte Schlaganfallrehabilitation: Klinische und physiologische Effekte
Schlaganfallpatienten erleben während der akuten Phase oft eine gewisse spontane Erholung und erreichen ein funktionelles Plateau, nach dem die motorische Erholung der oberen und unteren Extremitäten im Allgemeinen langsam oder stagnierend verläuft.
In einer Langzeitstudie mit Schlaganfallpatient*innen mit mittelschwerer bis schwerer Armparese untersuchen wir sowohl klinische als auch neuroplastische Veränderungen, die durch ein kurzfristiges BCI-Training hervorgerufen werden. Tatsächlich führt ein kurzfristiges BCI-Training zu messbaren Verbesserungen der Funktion des paretischen Arms. Bemerkenswert ist, dass diese klinischen Fortschritte mit Veränderungen der Konnektivität im Ruhezustand innerhalb eines bilateralen Netzwerks einhergehen, an dem motorische und prämotorische Regionen beteiligt sind (Grigoryan et al., 2025).
Diese Ergebnisse motivieren zu einer Folgestudie, in der repetitive TMS angewendet wird, um das motorische Netzwerk vor dem BCI-Training bei Schlaganfallpatient*innen zu modulieren (Flores-Sandoval et al., laufende Arbeit). Dieser Ansatz zielt darauf ab, das Potenzial physiologisch fundierter, gezielter Interventionen zu testen.

