Arbeitsgruppen der Abteilung Neurologie
Die Forschung der Abteilung Neurologie konzentriert sich im Allgemeinen auf die Wechselwirkungen zwischen Gehirn und Körper, Risikofaktoren, die zu neurologischen Erkrankungen wie Schlaganfall und Demenz führen, sowie die funktionelle Erholung nach einem Schlaganfall und die zugrunde liegenden Mechanismen dieser Prozesse.
Die Abtgeilung ist in mehrere Arbeitsgruppen unterteilt. Einige Gruppen sind mit der Klinik für Kognitive Neurologie am Universitätsklinikum Leipzig verbunden, während andere in Satellitenlabors an der Berlin School of Mind and Brain und dem Max Planck Dahlem Campus of Cognition angesiedelt sind.
Die Arbeitsgruppen lassen sich in die Themenbereiche Gehirn-Körper-Interaktionen in Gesundheit und Krankheit, in der klinischen Forschung und Versorgung sowie in der Methodenentwicklung einteilen.
Die vier wichtigsten Themenbereiche sind Herz-Hirn-Interaktionen, Darm-Hirn-Interaktionen, sensomotorische Mechanismen, Schlaganfall- und Demenzforschung sowie Methodenentwicklung (siehe Tabelle und Teaserliste unten, sowie die Reiter auf der rechten Seite).
Viele Gruppen erhalten nicht nur Fördermittel von der Max-Planck-Gesellschaft und/oder dem Universitätsklinikum Leipzig, sondern auch von externen Quellen. Die wichtigsten externen Förderinstitutionen sind das Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt (BMFTR) und die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG).
Übersicht über die Arbeitgruppen und deren jeweilige Forschungsthemen
Liste der Arbeitsgruppen der Abteilung Neurologie
Arbeitsgruppe von Veronica Witte: Sie untersuchen autonome und kognitive Kontrollmechanismen, die die Nahrungsaufnahme regulieren, metabolische Faktoren, die sich aufgrund von übermäßigem Essen und Fettleibigkeit auf das Gehirn auswirken, und testet, ob Interventionen, die auf diese Wege abzielen, die Gehirnfunktion verbessern können.
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Arbeitsgruppe von Arno Villringer: Die Gruppe untersucht, wie transkranieller fokussierter Ultraschall in Kombination mit MRT-Scans eingesetzt werden kann, um die Gehirnaktivität sowohl in oberflächlichen als auch in tiefen Regionen sicher und präzise zu beeinflussen.
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Arbeitsgruppe von Arno Villringer: Sie untersuchen schädliche, sich selbst verstärkende Wechselwirkungen zwischen Körper- und Gehirnfunktionen, die die Entstehung von Bluthochdruck auslösen und fördern.
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Arbeitsgruppe von Julia Sacher: Sie arbeiten an der Schnittstelle zwischen Gehirn, Verhalten und Hormonen, um zu erforschen, wie neuroendokrine Systeme kognitive Prozesse und die psychische Gesundheit beeinflussen.
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Arbeitsgruppe von Matthias L. Schroeter: Sie untersucht die neuronalen Korrelate verschiedener psychiatrischer und neurologischer Erkrankungen und deren Symptome, darunter auch Demenz.
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Arbeitsgruppe von Michael Gaebler: Sie untersucht die Interaktion zwischen Gehirn und Körper während der Emotionsverarbeitung, wobei ein besonderer Schwerpunkt auf potenziellen Modulatoren der Herz- und Hirngefäßgesundheit liegt.
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Arbeitsruppe von Thomas Fritz: Ihre zentrale Forschungshypothese lautet, dass motorisches Training mit musikalischer Beteiligung motorische Lernprozesse beinhaltet, die auch in klinischen Umgebungen vorteilhafter sind als herkömmliches motorisches Lernen.
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Arbeitsgruppe von Hadas Okon-Singer: Die Gruppe untersucht die neurophysiologischen Mechanismen, die kognitiven Verzerrungen zugrunde liegen, sowie deren Modifikation, um Erkenntnisse aus der Kognitionswissenschaft in klinisch relevante Anwendungen umzusetzen.
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Arbeitsgruppen von Vadim Nikulin: Die Gruppe untersucht, wie neuronale Zustände – welche primär durch oszillatorische Aktivität, Konnektivität und kritische Dynamiken definiert sind – die Informationsverarbeitung im menschlichen Gehirn beeinflussen.
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Arbeitsgruppe von Bernhard Sehm (bis 2025): Sie untersuchten, ob neuroplastische Prozesse für die Wiederherstellung der sensomotorischen Funktion bei neurologischen Erkrankungen genutzt werden können.
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Arbeitsgruppe von Angelika Thöne-Otto: Ihre Mission ist es, evidenzbasierte Instrumente bereitzustellen, die eine personalisierte Therapie ermöglichen, die für jeden einzelnen Patienten optimiert ist.
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Arbeitsgruppe von Arno Villringer: Sie untersuchen neurophysiologische Prozesse, die der zerebralen Verarbeitung somatosensorischer Reize bei gesunden Menschen zugrunde liegen, sowie deren Veränderungen bei Patient*innen nach einem Schlaganfall.
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Arbeitsgruppe von Hellmuth Obrig: Sie untersuchen, wie Sprache ihre zentrale Rolle in der Kognition und im kognitiven Austausch einnimmt und wie Menschen mit Sprachbeeinträchtigungen beim (Wieder-)Erwerb sprachlicher und kommunikativer Fähigkeiten unterstützt werden können.
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