Gorter–Preis an Esther Kuehn verliehen

Wissenschaftlerin des MPI erhält als erste Frau die Auszeichnung für hervorragende Arbeit auf dem Gebiet der Magnetresonanz

1. Oktober 2014

Mit ihrer Arbeit zum Thema „Der soziale Humunculus im primären somatosensorischen Cortex“ (S1) beschrieben mit 7 Tesla fMRT“ konnte Esther Kuehn die Jury überzeugen. Neben Patrick Hiepe und Tristan Anselm Kuder erhielt sie in diesem Jahr die Auszeichnung der Deutschen Sektion der International Society For Magnetic Resonance in Medicine.

BU: Vizepräsident Harald Kugel überreicht den Preis an Esther Kuehn

Esther Kuehn hat mit ihrer Arbeit nachgewiesen, dass der primäre somatosensorische Cortex nicht nur den eigenen Körper topographisch darstellen kann, sondern auch den Körper einer anderen Person. Dieser soziale Homunculus wird aktiviert, wenn Berührungen an einer anderen Person beobachtet werden. Ihre Erkenntnisse erfordern es, die Rolle des primären somatosensorischen Cortex für die menschliche Wahrnehmung neu zu definieren.

Der Gorter-Preis ist benannt nach dem niederländischen Physiker Cornelis Jacobus Gorter, der wichtige Entwicklungen auf dem Fachgebiet der Magnetresonanz vorangetrieben hatte. Der Preis wird seit 2005 jährlich auf der Jahrestagung der Sektion an junge Forscher für herausragende wissenschaftliche Arbeiten aus dem Bereich der biomedizinischen Magnetresonanz vergeben.

Die Beiträge aller Finalisten sind im Konferenzband abgedruckt.
Weitere Informationen zum Preis und zur Deutschen Sektion der International Society For Magnetic Resonance in Medicine finden Sie hier: http://www.ismrm.de/

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