Sprache, die große Unbekannte

17. Februar 2020
Sprache zu nutzen ist für jeden alltäglich. Wir plaudern, lauschen, notieren, formulieren, diskutieren. Trotzdem weiß man bislang wenig über diese selbstverständliche und doch hochkomplexe Fähigkeit. Welche Sprechgeschwindigkeit ist die beste, damit der andere möglichst viel Inhalt aufnimmt? Warum ist Sprache so aufgebaut, wie sie aufgebaut ist? Und was passiert eigentlich, wenn eines der für Sprache notwendigen Areale ausfällt? Fragen, denen sich zwei neue Forschungsgruppen am MPI CBS stellen – und so mehr Klarheit über diese den Menschen vorbehaltene Fähigkeit schaffen.

Sprache, die große Unbekannte

Sprache zu nutzen ist für jeden alltäglich. Wir plaudern, lauschen, notieren, formulieren, diskutieren. Trotzdem weiß man bislang wenig über diese selbstverständliche und doch hochkomplexe Fähigkeit. Welche Sprechgeschwindigkeit ist die beste, damit der andere möglichst viel Inhalt aufnimmt? Warum ist Sprache so aufgebaut, wie sie aufgebaut ist? Und was passiert eigentlich, wenn eines der für Sprache notwendigen Areale ausfällt? Fragen, denen sich zwei neue Forschungsgruppen am MPI CBS stellen – und so mehr Klarheit über diese den Menschen vorbehaltene Fähigkeit schaffen.
So verzückt Eltern auch sind, wenn ihr Kleines das erste Mal „Ma-Ma“ oder „Pa-Pa“ brabbelt – ehe daraus Sätze entstehen, muss noch viel passieren. Die einzelnen Hirnareale für die Wortbedeutung und Grammatik reifen heran, Verknüpfungen bilden sich heraus und verstärken sich. Ein Prozess, der unbewusst und mit jeder Sprache einsetzt, in die ein Baby geboren wird. Anders bei Menschenaffen. Obwohl die Tiere hochkomplexe Fähigkeiten haben, Sprache können sie nicht. Welche Hirnstrukturen und Gene beim Menschen den Unterschied machen, will Angela D. Friederici vom Max-Planck-Institut (MPI) für Kognitions- und Neurowissenschaften zusammen mit Kollegen vom MPI für Evolutionäre Anthropologie herausfinden. Ein Gespräch über darüber, warum man bislang so wenig über die Unterschiede zwischen Mensch und Affe weiß – und warum selbst dieses Wissen durch neuere Erkenntnisse infrage gestellt werden könnte.

"Affen kommunizieren, Menschen haben Sprache"

So verzückt Eltern auch sind, wenn ihr Kleines das erste Mal „Ma-Ma“ oder „Pa-Pa“ brabbelt – ehe daraus Sätze entstehen, muss noch viel passieren. Die einzelnen Hirnareale für die Wortbedeutung und Grammatik reifen heran, Verknüpfungen bilden sich heraus und verstärken sich. Ein Prozess, der unbewusst und mit jeder Sprache einsetzt, in die ein Baby geboren wird. Anders bei Menschenaffen. Obwohl die Tiere hochkomplexe Fähigkeiten haben, Sprache können sie nicht. Welche Hirnstrukturen und Gene beim Menschen den Unterschied machen, will Angela D. Friederici vom Max-Planck-Institut (MPI) für Kognitions- und Neurowissenschaften zusammen mit Kollegen vom MPI für Evolutionäre Anthropologie herausfinden. Ein Gespräch über darüber, warum man bislang so wenig über die Unterschiede zwischen Mensch und Affe weiß – und warum selbst dieses Wissen durch neuere Erkenntnisse infrage gestellt werden könnte.
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