„Die psychologische Zeit formt unsere Erinnerungen“

Wissen Sie noch, wann Ihre Mutter das letzte Mal angerufen hat? So ungefähr wahrscheinlich – die genaue Zeit zu sagen, fällt uns oft schwer, wenn ein Ereignis schon etwas länger zurückliegt. Wie genau unser Gehirn zu einer Schätzung dieser ungefähren Zeit kommt, das wollten Jacob Bellmund und Christian Doeller vom MPI CBS herausfinden. Sie haben ihre Ergebnisse nun in der Zeitschrift Nature Communications veröffentlicht und konnten zeigen, dass die psychologisch konstruierte Zeit unsere Erinnerungen formt. mehr

Wenn die Erinnerungen verschwinden sollen

Das verwüstete Ahrtal, ein zerbeultes Auto, ein Verletzter – Erinnerungen an traumatische Erlebnisse lassen sich kontrollieren, indem man die aufkommenden Bilder gezielt unterdrückt. Bislang war jedoch unklar, was dabei mit der Erinnerung passiert und wie sich der Prozess im Gehirn widerspiegelt. WissenschaftlerInnen des Max-Planck-Instituts für Kognitions- und Neurowissenschaften (MPI CBS) haben jetzt gezeigt: Die Spuren im Gedächtnis verblassen – sie können bei erneutem Abrufen der Szenen weniger stark reaktiviert werden.
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Heavy Metal und Gehirn: Mehr als 160 SchülerInnen beim Zukunftstag

Was passiert in unserem Gehirn, während wir denken? Warum wird es für das Gehirn immer anstrengender, sich an etwas zu erinnern, wenn man älter wird? Und was haben Heavy Metal und das Gehirn gemeinsam? Fragen, auf die mehr als 160 Schülerinnen und Schüler am heutigen Zukunftstag am MPI CBS Antworten bekamen.
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Menschliches Gehirn in 3D und höchster Genauigkeit rekonstruiert

Eine umfassende Karte des menschlichen Gehirns ist ein lang gehegtes Ziel von Neuroanatomen. Nichtinvasive bildgebende Verfahren wie die Magnetresonanztomographie (MRT) ermöglichen es zwar WissenschaftlerInnen, das gesunde lebende menschliche Gehirn zu untersuchen. Sie liefern aber nur begrenzte anatomische Details. Ein höherer Detaillierungsgrad kann durch Mikroskopie am Gehirn verstorbener Spender erreicht werden. Die konzentriert sich jedoch wiederum meist auf kleine Gehirnstrukturen, die in 2D abgebildet werden. Nun hat ein Team von WissenschaftlerInnen der Universität Amsterdam und des Max-Planck-Instituts für Kognitions- und Neurowissenschaften MRT und Mikroskopie miteinander kombiniert. Dadurch entstanden 3D-Bilder zweier kompletter Gehirne mit einem bisher unerreichten Detailgrad. mehr

Nichtinvasive Hirnstimulation zeigt deutliche Effekte auf motorische Störungen nach Schlaganfall

Anhaltende Lähmungen und Koordinationsstörungen gehören zu den häufigsten Folgeerscheinungen eines Schlaganfalls. Wissenschaftler des MPI CBS, der Universitätsmedizin Halle und der Charité-Universitätsmedizin Berlin haben nun herausgefunden, dass eine Stimulation des Gehirns mit Gleichstrom, der über auf dem Kopf angebrachten Elektroden angelegt wird, deutliche Effekte auf beeinträchtigte Bewegungen hat. Die Ergebnisse der Studie zeigen, dass diese Effekte schon während einer Anwendung zwar ausgeprägt, aber viel komplexer als bisher angenommen sind. Die Wissenschaftler weisen darauf hin, dass eine passgenaue, individuelle Anwendung Voraussetzung für einen positiven Effekt dieser Therapiemethode auf Schlaganfallsymptome ist.
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Logo IMPRS CoNI

DoktorandInnen eine erstklassige Ausbildung zu bieten und dabei die brillantesten Köpfe aus der ganzen Welt anlocken– das ist eines der Ziele des Max-Planck-Instituts für Kognitions- und Neurowissenschaften (MPI CBS) in Leipzig. In enger Zusammenarbeit mit der Universität Leipzig startet das Institut ab kommendem Jahr die internationale Graduiertenschule International Max Planck Research School on Cognitive NeuroImaging (IMPRS CoNI). Sie gibt besonders begabten Studierenden die Chance, unter exzellenten Bedingungen im Bereich „Kognitive Neurowissenschaften“ mit einem Schwerpunkt auf bildgebenden Verfahren wie der Magnetresonanztomographie zu promovieren. Das Besondere dabei: Jede DoktorandIn folgt einem einzeln angepassten Ausbildungsplan, durch den sich jede und jeder nach individuellen fachlichen Bedürfnissen weiterbilden kann.

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Feeling the Groove: Warum uns Samba besonders zum Tanzen bringt

Die Karnevalsumzüge in Rio de Janeiro machen es jedes Jahr aufs Neue deutlich: Sambarhythmen reißen die Menschen mit – sie entlocken ihnen ausgelassene Bewegungen und lösen enorme Freude aus. Worin aber liegt das Geheimnis dieser Musik und die Ausdruckskraft der Trommelgruppen? WissenschaftlerInnen des Max-Planck-Instituts für Kognitions- und Neurowissenschaften (MPI CBS) und des D’OR Institut für Forschung und Lehre in Rio de Janeiro haben jetzt herausgefunden: Es ist die Synchronie, mit der die MusikerInnen zusammenspielen. Die aktiviert besonders die Hirnareale, in denen Rhythmus und Bewegung verarbeitet werden und die zu Vorhersagen beitragen. mehr

Wie beim Musizieren Finger, Noten und Gehirne in Einklang kommen

Ein Instrument zu spielen, stellt höchste Anforderungen an unser Gehirn. Wie genau es die komplexen Koordinationsleistungen meistert, haben Wissenschaftler:innen an den Max-Planck-Instituten für empirische Ästhetik in Frankfurt am Main (MPIEA) und für Kognitions- und Neurowissenschaften in Leipzig (MPI CBS) erforscht. In zwei aktuellen Studien zeigen sie, in welcher Hirnregion aus einer musikalischen Idee beim Solospiel eine Fingerbewegung wird, und dass es in Duetten auf die gemeinsame „Wellenlänge“ der Gehirne ankommt. Die Ergebnisse wurden als Open-Access-Artikel in der Fachzeitschrift „Cerebral Cortex“ veröffentlicht. mehr

Herausragende Forschung gefördert: Wie wir Objekte wahrnehmen

Martin Hebart vom Max-Planck-Institut für Kognitions- und Neurowissenschaften erhält eine der begehrten mit 1,5 Millionen Euro dotierten Förderungen des Europäischen Forschungsrates. Der Neurowissenschaftler will damit in den kommenden fünf Jahren herausfinden, an welchen Merkmalen unser visuelles System Objekte erkennt. mehr

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