„Karriere – wie geht das?“

Girls' Day 2013

26. April 2013

Auch in diesem Jahr öffnete das Max-Planck-Institut für Kognitions- und Neurowissenschaften wieder seine Türen zu den Laboren. Im Rahmen des Girls’ Day nutzten viele interessierte Mädchen die Gelegenheit, den Wissenschaftlern über die Schulter zu schauen und spannende Berufsfelder der Grundlagenforschung kennenzulernen.
Eine kurze Begrüßung im gläsernen Eingangsbereich und schon begann für 28 neugierige Mädchen ihr Tag als Forscherinnen am Institut. Den Auftakt für einen intensiven Tag im Zentrum der neurologischen Wissenschaft bildete ein Einführungsvortrag von Forschungskoordinatorin Christina Schröder. Nicht nur inhaltlich war dies für die Teilnehmerinnen interessant, auch die Nutzung moderner Präsentationsmittel brachte sie bereits mit alltäglichen Situationen und Aufgaben einer Wissenschaftlerin in Berührung. Gemeinsam mit Wissenschaftlerin Claudia Männel widmeten sich alle anschließend der Frage „Karriere – wie geht das?“ Klar, geradeaus durchstarten ist immer richtig, aber was, wenn man doch noch nicht so genau weiß, was man machen möchte oder sich einfach für Vieles interessiert? Umwege zu gehen, ist genauso richtig, belegte Claudia Männel mit ihrem persönlichen Berufsweg und gab den Mädchen ein„Verlasst Euch auf Eure Motivation!“ mit auf den Weg.
Nachdem alle Fragen der wissbegierigen Mädchen beantwortet waren, suchten sie sich eines aus fünf praktischen Angeboten zu spannenden Forschungsfeldern der Neurowissenschaften aus und dann zog jedes Team mit seiner betreuenden Expertin in sein Labor ein. Hier wurde zu Themen wie Intelligenz und IQ-Test, Lese-Rechtschreib-Schwäche und der Emotion Ärger gearbeitet und experimentiert.

Die Schülerinnen Sarah Nebe und Annika Kretzschmar beim Experimentieren.

So gingen einige der Frage nach, ob das Lernen durch sogenannte transkranielle Gleichstromstimulation verbessert werden könnte. Andere versuchten den Ursachen der Lese-Rechtschreibschwäche auf die Spur zu kommen und lernten das Projekt LEGASCREEN kennen, das v.a. die frühkindliche Gehirnentwicklung analysiert. Auch die Frage des Umgangs mit den kleinsten Probanden des Instituts war Teil dieses Angebotes.
Darüber hinaus standen auch die technischen Komponenten der Hirnforschung wie EEG (Elektroenzephalographie) und fNIRS (funktionelle Nahinfrarotsprektroskopie) auf dem heutigen Arbeitsplan der Mädchen. So hatten die Teilnehmerinnen die Möglichkeit das Gehirn während seiner Arbeit zu beobachten und Veränderungen in diesem genau zu verorten.
Nach einer erfrischenden Mittagspause und einer zweiten Forschungsrunde in einem jeweils gewählten zweiten Angebot ging für die Forscherinnen und Forscher der Zukunft ein ereignisreicher und eindrucksvoller Girls’ Day zu Ende.

Am jährlich stattfindenden Girls' Day können Schülerinnen direkt vor Ort in Unternehmen, Forschungszentren und ähnlichen Einrichtungen Einblick in Berufsfelder erhalten, die von Mädchen bei der Berufswahl eher ausgegrenzt werden. Die angebotenen Veranstaltungen werden explizit für Mädchen ab der Klassenstufe 5 organisiert und unterstützt von den Kultusministerien der Länder.

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